Jagdverband  Weißeritzkreis e.V.

Jagdverband Weißeritzkreis e.V. - unsere Interessenvertretung zwischen Wilsdruff und Altenberg!

Erweiterte Präsidiumssitzung des Landesjagdverbands

Am 14. Oktober waren Vorsitzender Bernd Hänel und Vorstand Carsten Geißler zur erweiterten Präsidiumssitzung des Landesjagdverbands in Siebenlehn gefahren.

Ausser dem Bericht des Präsidenten und den anschließenden Diskussionen, die Defizite innerhalb des Präsidiums bezüglich der konstruktiven Zusammenarbeit offenbarten, aber auch auf der Hand liegende Defizite von Teamfähigkeit verschiedener Präsidiumsmitglieder, gab es die positive Botschaft einer inzwischen gut laufenden LJVSN-Geschäftsstelle mit der neuen Leiterin Frau Dr. Sabine Labitzke.

Darüber hinaus hörten wir einen Vortrag der Leiterin der Oberen Jagd- und Forstbehörde Katrin Müller und einen Vortrag von Herrn Dr. Koch vom Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Hochinteressant hierbei die Vorgehensweise der tschechischen Nachbarn beim Auftreten der ASP im Südosten der CZ.

Der Vortrag von Dr. Koch zum Downloaden:




Autor: Carsten Geißler

Vom Schuss bis zum küchenfertigen Lebensmittel

DJV veröffentlicht Videoserie zur Wildbrethygiene in der Praxis. Fachleute geben Tipps zum korrekten Umgang mit dem Lebensmittel Wild. Das erste Video widmet sich bedenklichen Merkmalen beim Schwarzwild.

(Berlin, 19. Oktober 2017) In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Experten wie Amtstierarzt Dr. Thomas Stegmanns oder Wildmeister Christoph Hildebrandt, worauf es ankommt. Den Auftakt macht ein Video zu den bedenklichen Merkmalen beim Wildschwein. Vor dem Hintergrund der nahenden Afrikanischen Schweinepest werden die Symptome ausführlich erläutert.

Es folgt in Kürze ein Video zu bedenklichen Merkmalen beim Rehwild. Aus der Deckeschlagen von Rehwild, Abschwarten von Schwarzwild sind ebenso Inhalte weiterer Videos wie das Zerwirken und Portionieren des küchenfertigen Lebensmittels Wildbret.

Der Jäger als kundige Person ist ausgebildet um gesundheitsbedenkliche Merkmale beim Wild zu erkennen. Dies beginnt bereits vor dem Schuss. Ausschlaggebend für eine hohe Fleischqualität ist auch die Verarbeitung des Wildtieres nach dem Schuss. Hierzu gehört es, die Genusstauglichkeit zu beurteilen, mögliche Krankheiten zu erkennen, das Wildtier fachgerecht aufzubrechen, abzuschwarten oder aus der Decke zu schlagen und letztlich küchenfertig zu zerwirken.

In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Fachleute in neun einzelnen Folgen das korrekte Aufbrechen von Reh- und Schwarzwild, zeigen worauf bei der Organbeschau zu achten ist und geben Tipps bei der Verarbeitung zum küchenfertigen Lebensmittel.  

Den ersten Teil unserer Hygiene-Reihe finden Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/2gtgbIv

Weitere Videos folgen auf unserem YouTube-Kanal .

Quelle: DJV

Statuskolloqium zum "Rotwildforschungsprojekt" Sachsenforst/TU Dresden

Am 23.September hatte der Staatsbetrieb Sachsenforst zum Statuskolloqium Zwischenbericht Rotwildforschungsprojekt mit der TU Dresden Abt. Forstzoologie eingeladen.

Aus unserem Verbandsgebiet waren Vorstandsmitglied Carsten Geißler, der Vorsitzende der HG Osterzgebirge Norman Moucha, Forstbezirks-Jagdreferent Wolfram Gläser, Forstrevierleiter Thomas Funke und LJV-Schatzmeister Kurt Reichel ebenso dabei wie Forstbezirksleiter Dr. Sven Irrgang.

Neben interessanten Sachvorträgen gab es durchaus kontroverse Diskussionen zu einzelnen Punkten, die große Frage nach verlässlichen Rotwild-Bestandszahlen liessen Sachsenforst und TU Dresden jedoch offen. 

Es liegen bislang nur die unzuverlässigen Ergebnisse des Distance Sampling, also der Befahrung von Transekten bei Nacht mit Nachsichtkameras vor, die mit vermeintlich allgemeingültigen Faktoren später hochgerechnet werden. Mehrere Wortmeldungen wiesen genau auf diesen Fehler hin, da häufig Äsungsflächen wie Polterplätze oder kleine Waldwiesen eben in der Nähe der Wege sind, wo sich das rudelbildende Rotwild dann aufhält, man aber möglicherweise auch keinen Faktor größer als 1 angesetzen kann, um Rückschlüsse auf die Population zu ziehen.

Hierzu sind im FoB-Untersuchungsgebiet von ca. 6.000 ha etwa 1.600 Losungsproben gesammelt worden, um eine Kotgenotypisierung zu machen, woraus man die Zahl männlich / weiblich berechnen kann, und die Zahl unterschiedlicher Individuen, leider jedoch keinen Altersklassenschlüssel.

Ebenso sind etwa 250.000 Fotofallen-Fotos auszuwerten, was noch lange nicht abgeschlossen ist.

Somit hat man erst mal in diesem Stadium des Projektes noch keine Populationsgrößen oder -strukturzahlen auf die man sich bei allen weiteren Planungen z.B. in der Hegegemeinschaft Osterzgebirge stützen könnte - diese bleiben abzuwarten!

25.09.2017 C. Geißler


Unser Nachbar Jagdverband Sächsische Schweiz

hat ein Video zur Rotwild-Studie des Staatsbetriebs Sachsenforst erstellt.


Ein sehr gut recherchierter Film, die Frage bleibt: egal wie groß oder wie klein die Populationen im Erzgebirge sind, zieht man die richtigen Konsequenzen, die heißen: Besucher- und Tourismuslenkung, Aufklärung der anderen Freizeitnutzer von Wald und Flur, ausreichende Winteräsung und Anlage von Äsungsflächen im Wald, Einrichtung von Ruhezonen und ggf. Wegesperrungen ? Oder will man weiter nur mit Reduktionsabschüssen reagieren?

Die Hegegemeinschaften suchen den Schulterschluss zwischen gemeinschaftlichen und Eigenjagdbezirken und Verwaltungsjagd, um diese Lebensraumverbesserungen in Angriff zu nehmen, und auf komplexe Weise Schäden in Wald und Flur zu vermeiden.

Autor: C. Geißler

Steuernummer verändert / Spendenaufruf

Die Weidgenossen, die den Beitrag zum Jagdverband steuerlich absetzen, mögen bitte die neue Steuernummer des Jagdverbands Weißeritzkreis e.V. dazu notieren: Finanzamt Pirna  210/142/18049

Der JV  Weißeritzkreis e.V. freut sich sehr über jede Art finanzieller Unterstützung.

Spenden können gern auf unsere Bankverbindung Konto Jagdverband Weisseritzkreis e.V.

IBAN: DE 12850900004629901006 BIC: GENODEF1DRS Überwiesen werden.

Gern erstellen wir eine Spendenquittung.

Autor: Undine Bourgeois

BfN: Wolf hat keine Scheu vor Menschen

DJV begrüßt offizielles Eingeständnis des amtlichen Naturschutzes und moniert gleichzeitig die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Fleischfresser. Das jetzt in "Natur und Landschaft" veröffentlichte Handlungskonzept skizziert eine Bauernhofidylle, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Ein steigendes Risiko von Übergriffen ist programmiert.

(Berlin, 08. November 2017) Erstmals erkennt der amtliche Naturschutz offiziell an, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Einsicht ausdrücklich, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt in Heft 11 der hauseigenen Zeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht hat. Allerdings betrachtet der Dachverband der Jäger das skizzierte „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ mit großer Sorge: Die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Wolf sorgt dafür, dass die Akzeptanz für den Fleischfresser zusehends schwindet.  Laut Managementempfehlung "verlangt" es lediglich "Aufmerksamkeit", wenn Wölfe mehrere Tage weniger als 30 Meter entfernt von bewohnten Häusern gesehen werden. "Ungefährlich" sei es, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Vorgestellt werden sollte das gesamte Konzept heute auf einer Pressekonferenz, die gestern am späten Abend überraschend abgesagt wurde.

Mit Blick auf die kommende Woche anstehende Umweltministerkonferenz fordert der DJV vom BfN und den zuständigen Politikern, ihre Verantwortung ernster zu nehmen und statt theoretischer, verharmlosender Konzepte praktikable, lösungsorientierte Maßnahmen für den Umgang mit dem Wolf vorzuschlagen. "Dieser große geplante Feldversuch nach dem Motto 'Versuch und Irrtum' ist risikoreich und einzigartig in Europa. Die Finnen reagieren auf Nahkontakte viel offensiver, Problemwölfe werden erlegt", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Wolf teste seine Grenzen aus und mache auch an der willkürlichen 30-Meter-Grenze nicht Halt. "Die Politik muss die Sorgen und Nöte der Bevölkerung endlich ernst nehmen, mehr Realitätssinn ist gefragt", so Dammann-Tamke. Der Wolf sei keine blutrünstige Bestie, aber eine Bauernhofidylle mit friedlicher Koexistenz von Mensch und Wolf auf engstem Raum sei ebenso abwegig.

Nach Auffassung des DJV provoziert der amtliche Naturschutz mit seiner naiven Herangehensweise und willkürlich festgelegten Fluchtdistanzen ein steigendes Risiko von Übergriffen. Das Handlungskonzept empfiehlt für Wölfe, die sich mehrfach unter 30 Metern Menschen nähern, eine "frühzeitige" Besenderung und Vergrämung. Allerdings gibt es bis heute kein Konzept, wie Vergrämung in der Praxis funktionieren soll und folgerichtig in Deutschland noch keinen einzigen Erfolg. Vergrämung wird auch von ausländischen Experten als sehr kritisch eingeschätzt und wie in Schweden so gut wie nicht mehr praktiziert.

Übergriffe von Wölfen auf Menschen hat es in der Vergangenheit gegeben, wenn diese mit Tollwut infiziert waren oder habituiert: Bewusste oder unbewusste Fütterung führt zu einer schwindenden Fluchtdistanz. Als intelligenter, anspruchsloser Nahrungsgeneralist ist der Wolf ein potenzieller Kulturfolger. Kritische Situationen, wie sie mit an den Menschen gewöhnten Wildschweinen etwa in Berlin an der Tagesordnung seien, müssten in Hinblick auf den Wolf um jeden Preis verhindert werden, so Dammann-Tamke. Sonst schwinde die Akzeptanz des Wolfes auch im urbanen Raum in Rekordgeschwindigkeit.

Muss lernen sich von Mensch und Nutztier fernzuhalten: der WolfQuelle: Rolfes/DJV


 

Quelle: DJV

Mondphasen: