Jagdverband  Weißeritzkreis e.V.

Der Jagdverband geht geschlossen in die Zukunft

 

Rückkehr des Wolfes geht nur mit Akzeptanz und Regulierung

Breites Verbändebündnis legt zur Umweltministerkonferenz Aktionsplan Wolf vor

(Berlin, 04. Juni 2018) Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland führt im ländlichen Raum zu wachsenden Konflikten und stellt gleichzeitig die Haltung von Weidetieren grundsätzlich in Frage. Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 6. bis 8. Juni 2018 in Bremen legt daher ein breites Bündnis von 18 Verbänden des ländlichen Raums - das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter - einen gemeinsamen Aktionsplan Wolf vor. Gemeinsam fordern die Verbände von den Umweltministern von Bund und Ländern, dass der Schutz des Menschen eindeutig Priorität vor der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben muss. Es sei nicht länger vertretbar, der Bevölkerung und den betroffenen Tierhaltern mit bewusst kleingerechneten Wolfsbeständen die realen Verhältnisse in Deutschland vorzuenthalten. Die Verbände gehen davon aus, dass in Deutschland im Jahr 2018 eine Wolfspopulation von über 1.000 Tieren lebe und die Population jährlich um über 30 Prozent exponentiell wachse.

Die Verbände des Aktionsbündnisses Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter halten die derzeitige Praxis bei der Meldung von Wolfsrissen, dem Verfahren der Rissbegutachtung bis hin zur Kompensation von Schäden für unzulänglich und fordern eine grundlegende Neujustierung. Aufgrund von Zweifeln an der Genauigkeit der bisherigen genetischen Analyse, fordern die Verbände die Einführung einer B-Probe. Die B-Probe ist in Zweifelsfällen durch ein unabhängiges, anerkanntes und akkreditiertes Labor zu untersuchen. Die Verbände fordern darüber hinaus eine Umkehr der Beweislast bei der Entschädigung von Wolfsrissen. Zukünftig muss eine Entschädigung bereits dann erfolgen, wenn ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Verbände betonen, dass zur Vermeidung von Wolfsrissen der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen eine große Bedeutung zukommt. Jedoch habe die Prävention auch Grenzen. Eine kleinparzellierte Einzäunung aller Weideflächen in Deutschland sei weder naturschutzfachlich verantwortbar und wirtschaftlich darstellbar noch gesellschaftlich akzeptiert. Bund und Länder seien gefordert, bei der Prävention mehr auf die tatsächlichen Verhältnisse Rücksicht zu nehmen und beim Herdenschutzmanagement abgestimmt und bundesweit nach einheitlichen Maßstäben vorzugehen. Basis für die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen müsse die Einzäunung sein, die zur Verhinderung des Ausbruchs der Weidetiere in der Region üblich ist.

Ferner fordern die Verbände der Weidetierhalter und Landnutzer, dass die wissenschaftlich belegten Fakten anerkannt werden, wonach es sich bei den in Deutschland lebenden Wölfen nicht um eine eigenständige Population handelt, sondern um den Westrand des Nordosteuropäischen Vorkommens. Dessen günstiger Erhaltungszustand stand nie in Frage. Von daher bestehe keine Notwendigkeit mehr, den Wolf in Anhang IV der FFH-Richtlinie zu belassen, betonen die Verbände.

Das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter bekräftigen ferner, dass zu einem vernünftigen Umgang mit dem Wolf künftig auch die Entnahme gehören wird. Die Erhaltung der Weidetierhaltung in einer vielgestaltigen Kulturlandschaft mit großflächigen Grünlandregionen ist mit einer uneingeschränkten Ausbreitung des Wolfes nicht vereinbar. In Ländern wie Frankreich und Schweden werde bereits heute auf Basis des bestehenden europäischen Naturschutzrechts regulierend in die Wolfsbestände eingegriffen. Die in Schweden praktizierte Schutzjagd von Wölfen dient explizit dem Schutz der Tierhaltung und ist EU-rechtskonform. Für ein Management sollte der Wolf bereits jetzt auf Grundlage des bestehenden europäischen Rechts in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Eine Regulierung soll über das bewährte Reviersystem erfolgen. Nach Ansicht der Verbände wird es erforderlich sein, Wölfe zu entnehmen, die die Nähe zum Menschen suchen, Schutzmaßnahmen überwinden oder sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert haben. Darüber hinaus könne es Regionen geben, in denen eine dauerhafte Ansiedlung eines Wolfsrudels zu unauflöslichen Konflikten mit anderen Zielen führt, etwa der Deichsicherheit oder dem Erhalt der Almwirtschaft. Auch in Gebieten, in denen Präventionsmaßnahmen nicht umsetzbar sind bzw. Grünlandregionen, die nicht flächendeckend wolfsabweisend eingezäunt werden können, wird eine Entnahme von Wolfsrudeln zur Verhinderung der Ansiedelung nötig sein.

Der Aktionsplan Wolf des Aktionsbündnis Forum Natur und der Verbände der Weidetierhalter wird von den folgenden Verbänden unterstützt:

AGDW - Die Waldeigentümer

Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer

Bundesverband Deutscher Berufsjäger

Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter

Bundesverband Mineralische Rohstoffe

Bundesverband Rind und Schwein

Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung

Deutscher Bauernverband

Deutscher Fischerei-Verband

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft

Deutscher Jagdverband

Deutsche Reiterliche Vereinigung

Deutscher Weinbauverband

Familienbetriebe Land und Forst

Orden Deutscher Falkoniere

Orden "Der Silberne Bruch"

Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände

Quelle: DJV

Hitze-Alarm: Wie Tiere den heißesten Tag des Jahres überstehen

Viele Tiere können nicht schwitzen. Um sich bei der aktuellen Affenhitze abzukühlen, nutzen sie andere Strategien.

(Berlin, 31. Mai 2018) So heiß war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1893 im Mai noch nie. Kein Wunder, dass die Deutschen am vergangenen Dienstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, gehörig ins Schwitzen kamen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Säugetieren, die wenige bis gar keine Schweißdrüsen besitzen. Der Deutsche Jagdverband erklärt wie Wildschwein, Feldhase und Co. dennoch "cool" durch die anhaltende Hitzewelle kommen.

Ab ins Wasser

Seen und andere Gewässer dienen Wildtieren als Badestellen. Hirsche waten bis zum Hals ins tiefe Wasser, Wildschweine ziehen die Schlammpackung in matschigen Pfützen vor. Suhlen sie sich darin, bleibt die feuchte Erde an ihren Borsten hängen und kühlt die Haut. Das hat auch einen positiven Nebeneffekt: Lästige Insekten bleiben in der zentimeterdicken Schicht kleben und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

Hecheln gegen Hitze

Überschüssige Körperwärme geben Füchse, Wölfe und auch Haushunde ab, indem sie sehr schnell ein- und ausatmen und dabei ihre Zunge aus dem Maul hängen lassen. Durch die Atmung entsteht ein Luftzug, sodass Feuchtigkeit auf der Zunge und die Mundschleimhäute leichter verdunsten kann.

Wärme ableiten

Feldhasen pumpen an heißen Tagen mehr Blut in ihre langen Löffel. Über die dünne Haut an den wenig behaarten Ohren, geben sie so überschüssige Wärme an die Umgebung ab.

Kühlendes Lüftchen

Vögel leiten Körperwärme über Stellen ab, wo sie keine Federn haben: Mit einem Luftzug um die Beine oder den Füßen im Wasser kühlen sie ihre Körpertemperatur herunter. Störche haben dabei eine ganz eigene Methode entwickelt: Sie beschmieren ihre Beine mit flüssigem Kot. Das enthaltene Wasser verdunstet und sorgt so für einen kühlenden Effekt.

Siesta halten

Wenn es so heiß ist wie jetzt, sind schattige Plätzchen auch bei Tieren beliebt. Während der schwülen Mittagszeit dösen Dachse, Füchse und Wildkaninchen in ihrem unterirdischen Bau, wo sie von feuchter, kühler Erde umgeben sind.

Quelle: DJV

Obleuteberatung des JV Weißeritzkreis vom 04. Mai 2018

Am 04. Mai 2018 trafen sich die Eigenjagdbesitzer/Pächter und die Obleute der Pächtergemeinschaften unseres Verbandes zur planmäßigen Beratung vor der Hegeschau im Lindenhof.

Dabei hielt Herr Dr. Koch vom Staatsministerium für Soziales zusammen mit Frau Hesse vom Landratsamt einen umfassenden Bericht zur Situation der ASP-Notfallpläne in Sachsen.

Im Anschluß wurden verbandsinterne Dinge geklärt, Friedhart Werthschütz und Carsten Geißler konnten berichten, dass für die Vorstandswahlen im September geeignete Kandidaten für alle Positionen und Arbeitsbereiche gefunden wurden, so dass der Jagdverband Weißeritzkreis gelassen in die Zukunft blicken kann. Wichtig ist, dass der mögliche neue Vorstand aus dem gesamten Verband Unterstützung erfährt, um für den Jagdverband Weißeritzkreis e.V. und alle Mitglieder wirksam arbeiten zu können.

Autor: Carsten Geißler

Stellenausschreibung Projektbearbeiter/in

Der Jagdverband Weißeritzkreis e.V. führt eine Beantragung zu folgendem LEADER-Projekt mit der Einstellung eines Projektbearbeiters (30 Std/Woche) zu folgender Thematik durch:
Entwicklung und Sicherung des Ehrenamtes in der Wildbewirtschaftung im Bereich des Jagdverbandes Weißeritzkreis e.V.  - Jagd und Wildbewirtschaftung im 21. Jahrhundert.

Bewerbungen bitte bis zum 31.05.2018

 
Stellenbeschreibung hier durch ANKLICKEN
Interessenten können sich melden  bei dr.werthschuetz@gmx.de und HaenelBernd@t-online.de.

 

 

 Ein erster ASP-Fall wurde in Ungarn entdeckt

Danach wurde am 19.04.2018 ein verendetes Wildschwein im ca. 60 km ONO von Budapest gelegenen Gyöngyös (Komitat Heves, Region Nordungarn) gefunden. Am 21.04.2018 wurde ASP durch das Nationale Referenzlabor festgestellt.

Nach ersten epidemiologische Untersuchungen werden Speiseabfälle von illegal eingeführten Schweinefleischprodukten als Ursache für den ASP-Ausbruch angenommen. In der betroffenen Region gibt es viele Arbeitnehmer aus der Ukraine, die in herbergsähnlichen Unterkünften in den umliegenden Dörfern leben.

Um den Fundort nördlich der Autobahn M3 (E71) wurden eine „infizierte Region“ und innerhalb dieser eine „besonders kontrollierte Region“ eingerichtet. Maßnahmen gemäß Richtlinie 2002/60/EG wurden ergriffen.

Weitere Maßnahmen in der „infizierten Region“ sind außerdem:

- Jede Hausschlachtung muss den zuständigen Behörden angezeigt werden.

- Vorläufiges Verbot aller jagdlichen Aktivitäten bis zu einer speziellen Schulung der Jäger für Risikogebiete.

Maßnahmen in der „besonders kontrollierten Region“ sind unter anderem:


- Der Bau eines zweireihigen Elektrozaunes.

- Vorläufiges Jagdverbot bis zur Errichtung des Elektrozaunes; danach gezielte Abschüsse zu diagnostischen Zwecken.

- Nutzung von Saufängen zur zügigen Reduktion der Wildschweindichte.

- Aufstellen deutlicher Warnhinweise für Personen, die das Gebiet betreten.


Autor Carsten Geißler; Quelle BMEL Referat 323

Neuer Jagdkurs der Jagdschule Weißeritzkreis jetzt anmeldbar

Seminar „Wild küchenfertig aufbereiten“ am 26. Mai 2018
Seminar "1.Hilfe beim Hund" am 08. Juni 2018

Neuer Arbeitsplan Hundewesen

Ab Donnerstag im Kino: AUF DER JAGD – wem gehört die Natur?

  • 7. Mai 2018 von Andreas Kinser, Deutsche Wildtier Stiftung

Den Tieren? Den Menschen? Auf der Suche nach der Antwort startet am 10. Mai der Dokumentarfilm AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? in den deutschen Kinos. Der Film geht der Frage nach, wie wir unseren Lebensraum – die Wälder, Felder und Wiesen, die uns umgeben – mit den Wildtieren teilen, die dort leben. Warum werden sie gejagt, wer bestimmt darüber, wie gejagt wird und welche Folgen hätte es, wenn die 1,2 Millionen Rehe und 600.000 Wildschweine, die jedes Jahr in Deutschland von Jägern erlegt werden, nicht geschossen würden? Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte kommen dabei zu ganz unterschiedlichen Ansichten.

Der Film führt die Zuschauer in einen faszinierenden Mikrokosmos: den deutschen Wald. Bilder von einzigartiger Schönheit zeigen uns eine archaische Welt mitten im Herzen unserer Zivilisation, die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint, obwohl sie uns unmittelbar umgibt. In den bayerischen Alpen begegnen wir röhrenden Hirschen , in den Wäldern Brandenburgs Wölfen, die sich dort nach langen Jahren der Abwesen­heit wie auch im Rest von Deutschland wieder angesiedelt haben. Ausführlich wird der Konflikt zwischen Mensch und Wildtier am Beispiel der Gämsen und der sogenannten Schutzwaldsanierung in den Bayerischen Alpen demonstriert.

Trailer: AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR


 






Der Film begibt sich mit optisch aufwändigen Bildern in die einzigartige Welt der wilden Tiere, der Jäger, der archaischen Landschaften, der Jahreszeiten und stellt die Frage Wem gehört die Natur? Wem gehören Reh, Hirsch, Gams, Wildschwein, Hase, Fuchs, Luchs, Bär oder Wolf? – Sie haben keinen Besitzer. Sie gehören sich selbst, sie sind Teil der Natur. Der Kinofilm will einen gesellschaftlichen Diskurs, ein Nachdenken anstoßen – über uns und unsere Rolle in der Natur. Dazu gehört auch die Rolle des Jägers und die Frage nach seiner Stellung in der Gesellschaft, sowie die Frage, wie wir mit dem Tiere Töten umgehen.

AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? startet am 10. Mai in den deutschen Kinos im NFB-Filmverleih. Am 9. Mai findet in vielen Städten eine Preview statt.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung



ASP-Proben richtig entnehmen

 





Hier Bilder zur Probennahme:


Hier einige Downloads und Bilder:

-wie entnehme ich die Probe korrekt

-Probenbegleitschein zum Runterladen und Ausfüllen

-Antrag auf die "Probenprämie" zum Runterladen und Ausfüllen



Antrag Prämie Tupferprobe Totfund
Schwarzwild Antrag IBAN-zum Ausfüllen.pdf (133.08KB)
Antrag Prämie Tupferprobe Totfund
Schwarzwild Antrag IBAN-zum Ausfüllen.pdf (133.08KB)


Probenbegleitschein Schwarzwild Tupfer Totfund
Schwarzwild Probenbegleitschein ab 2017_09-GHVS.doc (61KB)
Probenbegleitschein Schwarzwild Tupfer Totfund
Schwarzwild Probenbegleitschein ab 2017_09-GHVS.doc (61KB)




Mit dem neuen Erlass des SMS vom 18.09.2017-Monitoring KSP/ASP bei Wild- und Hausschweinen, gültig ab 19.09.2017 wurden offiziell die Bluttupfer für die Beprobung von Fall- und Unfallwild bekanntgegeben. Ich möchte Sie bitten, alle Jagdausübungsberechtigte mit diesen Bluttrockentupfer auszustatten und nähere Anweisung über die Durchführung der Beprobung zu unterrichten. Veterinärin Frau Hesse weist nochmals auf folgende Punkte hin:

1. Das passive Monitoring von Fall- und Unfallwild ist essentiell für das Frühwarnsystem bei der Überwachung der KSP und ASP beim Schwarzwild!!!

2. Der JAB ist verpflichtet gemäß Schweinepest- Monitoring-Verordnung diese Proben zu erbringen!

3. Die Wildschweine müssen – solange kein Verdacht auf eine ansteckende Krankheit vorliegt – nicht entsorgt werden.

4. Die Bluttupfer sind NUR beim Fall- oder Unfallwild anzuwenden.

5. Bei Beprobung des Fall- oder Unfallwild erhält der JAB 10,00€ Aufwandsentschädigung, sofern geeignetes Probenmaterial  erbracht worden ist.

6. Bei der Beprobung, unabhängig ob Blut-, Organ- oder Tupferprobe entnommen werden, sind hygienische Standardmaßnahmen durch den JAB einzuhalten, um eine Verschleppung von Krankheitskeimen durch den Jäger zu verhindern. 

Das Probenkontingent für gesund erlegte Wildschweine ist erfüllt. Ob und in welcher Höhe Gelder für weitere Aufwandsentschädigungen für Proben von gesund erlegten Wildschweinen bereitgestellt werden, wird je nach Probenaufkommen und Haushaltslage durch das SMS  am Jahresende entschieden werden.

Bitte Frau Hesse kontaktieren christin.hesse@landratsamt-pirna.de oder 03501 515-2432 um das erforderliche Material zu erhalten.

 

Jäger verabschieden Grundsatzposition Jagd auf BJT 2017

Download "Grundsatzposition Jagd"

Download "Projekt WILD Beschluss"

Download "Projekt Fellwechsel Beschluss"



Jäger sind moderner als ihr Ruf

DJV stellt erstmals Daten zum Waidwerk in Deutschland vor

(Berlin/Wolfsburg, 10. Juni 2016) Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat erstmals in einer repräsentativen Befragung soziodemographische Daten zu Jagd und Jägern erhoben: Demnach ist der Durchschnittsjäger in Deutschland 57 Jahre alt und ist in drei von vier Fällen verheiratet. Die Durchschnittsjägerin ist 51 Jahre alt und in einem von zwei Fällen verheiratet. Derzeit gibt es bundesweit im Schnitt 7 Prozent Jägerinnen. Doch in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung sitzen heute bereits 20 Prozent Frauen.


Querschnitt der Bevölkerung

Jägerinnen und Jäger kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Etwa 6 Prozent der Jäger sind Schüler, Studenten oder Auszubildende (Gesamtbevölkerung in Deutschland: 6 Prozent), 37 Prozent sind nicht oder nicht mehr berufstätig (42 Prozent) und 57 Prozent sind berufstätig in Voll- oder Teilzeit (52 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei der Berufsverteilung: 23 Prozent (Gesamtbevölkerung: 32 Prozent) sind Angestellte oder Beamte, 13 Prozent (12 Prozent) leitende Angestellte oder Beamte im höheren Dienst, 10 Prozent  (3 Prozent) sind selbständig, 6 Prozent (1 Prozent) in der Land- und Forstwirtschaft tätig und 5 Prozent (4 Prozent) sind Freiberufler.


Familiäre Werte und Eigenverantwortung

Wer zur Jagd geht, lebt traditionelle Werte: 90 Prozent der Jägerinnen und Jäger geben an, in einem Mehrpersonenhaushalt zu wohnen. Im Bundesschnitt sind es nur 59 Prozent. Drei Viertel aller Jäger sind verheiratet (Gesamtbevölkerung: 55 Prozent) und nur etwa 16 Prozent Single (28 Prozent). Jäger tragen Verantwortung für die Gesellschaft: 41 Prozent aller Waidmänner engagieren sich ehrenamtlich, davon anteilig mehr Frauen, die etwa vermehrt Umweltbildungsprogramme oder Naturschutzprojekte umsetzen. Im Vergleich die Gesamtbevölkerung: Hier sind nur 9 Prozent ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz engagiert.


Ansprechpartner mit Expertise vor Ort

Etwa eine Arbeitswoche pro Monat verbringen die Jäger in ihren Revieren in Wald und Feld. Sei es für Revierarbeiten, wie Biotoppflege und Hochsitzbau oder zur Beobachtung von Wildtieren und zur Jagd. Das macht den Jäger zu einem präsenten Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Wild, Jagd und Natur geht.

Auf dem Stand der Technik

Jägerinnen und Jäger sind von gestern? Von wegen! 83 Prozent aller Jäger nutzen das Internet (Gesamtbevölkerung: 80 Prozent ), 82 Prozent haben ein E-Mail-Konto (62 Prozent in der Gesamtbevölkerung) und ein Drittel ist in den sozialen Medien aktiv (27 Prozent in der Gesamtbevölkerung).

Wert der Jagd

Jagd in Deutschland ist die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie dient der Prävention von Wildschäden oder Tierseuchen und hilft dem Artenschutz. Die DJV-Mitgliederbefragung zeigt zudem: Die Jagd ist ein Wirtschaftsfaktor.  Rund 1.570 Euro kostet die Pacht einer Jagd im Schnitt pro Jahr. Etwa 910 Euro pro Jahr geben Jäger für ihren mobilen Untersatz aus, 520 Euro für Reviereinrichtungen, 390 Euro für Handwerkszeug, wie Messer und Waffen, 280 Euro für Jagdbekleidung sowie 270 Euro für Wildschaden. Sonstige Ausgaben, wie etwa Tierarztkosten für den Hund, liegen etwa bei 180 Euro pro Jahr.

Hinzu kommen jährlich rund 220 Euro aus eigener Tasche für Biotoppflege oder Artenschutzmaßnahmen im Revier. Hochgerechnet auf die rund 375.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland, entspricht dies einer Investition von etwa 82,5 Millionen Euro pro Jahr für Naturschutz. Im Schnitt kommt jeder Jäger insgesamt auf Ausgaben von 4.340 Euro pro Jahr. Mit Investitionen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro jährlich kurbeln die Jägerinnen und Jäger die deutsche Wirtschaft an.


Keine Jagd ohne Hund

Der Leitspruch "Jagd ohne Hund ist Schund" wird unter Jägern beherzt: In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein Jagdhund vorhanden. Im Bundesschnitt besitzen nur etwa 11 Prozent aller Haushalte einen Hund. Dabei sind Vorstehhunde, wie etwa Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Jägerhaushalt kommt ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund vor. Dicht gefolgt von Teckeln (12 Prozent), Apportierhunden (10 Prozent) und Terriern (8 Prozent).


Verantwortung für's Wild

87 Prozent aller Jäger nutzt den Schießstand mindestens ein Mal pro Jahr, um zu trainieren. Nahezu die Hälfte aller Jäger geht jährlich sogar 3 Mal und mehr auf den Stand.

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Quellen:

Vergleichszahlen aus unterschiedlichen Quellenangaben:

Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahre: DeStatis (Alter, Geschlecht, Haushalt), GMS-Politikbus (Berufstätigkeit)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: Deutsches Freiwilligensurvey (2014)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 (Kommunikationverhalten)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland: Statista 2016: Haustierbesitzer in Deutschland nach Anzahl von Hunden im Haushalt von 2010 bis 2015

Quelle: DJV



 

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