Jagdverband  Weißeritzkreis e.V.

Jagdverband Weißeritzkreis e.V. - unsere Interessenvertretung zwischen Wilsdruff und Altenberg!

 

Aktuelle Aktion der Hegegemeinschaft Osterzgebirge

 siehe auch dort unter jagd-osterzgebirge.de/aktuelles-in-der-hg.html

Kurs Trichinenproben-Entnahme der Jagdschule am 14. Februar

Neuer Jagdkurs der Jagdschule Weißeritzkreis jetzt anmeldbar

Seminar „Wild küchenfertig aufbereiten“ am 26. Mai 2018
Seminar "Bau jagdlicher Einrichtungen" am 03.03.2018

Neuer Arbeitsplan Hundewesen

Staatsministerium für Soziales und Gesundheit übernimmt Trichinen-Gebühren

Laut Verwaltungsvorschrift vom 15. Dezember 2017 übernimmt das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesundheit ab 01.01.2018 bis zum 31.12.2019 die Kosten für die Trichinenschau von Schwarzwild.Wie Vorstandmitglied Carsten Geißler beim Landratsamt erkundete, bleibt es bei den Ohrmarken und Wild-ursprungsscheinen wie seit Jahren gehabt, das Landratsamt wird lediglich die Berechnung an das Ministerium vornehmen, statt an den einreichenden Jäger. Ob zu Dokumentationszwecken die Jäger noch eine NULL-EURO-Rechnung erhalten, ist noch unklar. Es wird weiterhin per email die Freigabebescheinigung versendet - alles wie bisher. Das SMS verspricht sich dadurch den auch wildbiologisch richtigen, aber im Zuge der Vorbeugung gegen ASP erforderlichen Reduktionsabschuss über verschärften Frischlingsabschuss zu verstärken.

Autor: Carsten Geißler

Fragen und Antworten zur ASP

Aufgrund des medialen Interesses hat der Deutsche Jagdverband die häufigsten Fragen zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Faktenpapier beantwortet.

(Berlin, 18. Januar 2018)

Was sind die Symptome der ASP?

Bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche. Beim Aufbrechen der Stücke (Entnehmen der Organe durch einen Jäger) sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt. In Schweinebeständen in Afrika überleben Tiere häufig eine Infektion.

Wie viele Wildschweine gibt es in Deutschland?

Derzeit gibt es noch keine wissenschaftliche Methode, um Wildschweine zu zählen. Lediglich grobe Schätzungen sind möglich. Ausgehend von der durchschnittlichen jährlichen Reproduktionsrate von 230 Prozent (Tierärztliche Hochschule Hannover) und der DJV-Streckenstatistik (2016/17: knapp 600.000 Wildschweine) liegt der  Frühjahrsbestand bei etwa 300.000 Tiere. Diese Schätzung basiert auf der Annahme, dass Jäger nahezu den gesamten Nachwuchs abschöpfen. Bezogen auf den Herbstbestand erlegen Deutschlands Jäger also bereits jährlich zwei Drittel der Schweine.
 

Wie ist die ASP übertragbar?

Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot ausreichen, um die Seuche einzuschleppen und auch in Deutschland Ausbrüche zu provozieren. Besonders effizient ist die Übertragung über Körperflüssigkeiten, besonders Schweiß (Blut). Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion.
 

Ist ASP ansteckend für den Menschen?

Die Afrikanische Schweinepest zählt nicht zu den Zoonosen und kann dementsprechend nicht auf den Menschen übertragen werden. Haus- und Wildschweine sind gleichermaßen empfänglich für das Virus.
 

Kann infiziertes Schweinefleisch gegessen werden?

Infiziertes Schweinefleisch ist völlig ungefährlich für den Menschen und könnte gegessen werden. Um eine Verschleppungsgefahr allerdings komplett auszuschließen, sollten infizierte Schweine nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Nachweislich wurde die Seuche beispielsweise von der Ukraine ins Baltikum über kontaminierte Rohwurst eingeschleppt.
 

Wie schnell breitet sich die ASP aus?

Die natürliche Ausbreitung der ASP über Wildschweine geht langsam voran und beträgt nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA mit höchstens 25 Kilometern pro Jahr. Besorgnis erregend ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit über den Menschen: Auf Transitstrecken kann sich das Virus mit 90 Kilometern pro Stunde fortbewegen - beispielsweise im Schlamm in den Radkästen eines Lkw oder über kontaminierte Lebensmittel aus (Wild-)schweinfleisch (z.B. Salami, Räucherschinken). Das Virus kann selbst am Schuh mehrere Monate überleben. Biosicherheit an Parkplätzen, Bahnhöfen oder Grenzübergängen ist besonders wichtig, also beispielsweise verschlossene Abfallbehälter: Ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen reicht, um die Seuche nach Deutschland zu bringen.
 

Welche Rolle spielen Wolf und andere Fleisch- und Aasfresser wie Fuchs bei der Ausbreitung der ASP?

Nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Instituts kann sich das Virus der Afrikanischen Schweinepest nur in Schweinen vermehren und wird daher nicht von Beutegreifern oder Aasfressern ausgeschieden, die es mit einem gerissenen Stück Schwarzwild oder an einem Kadaver aufgenommen haben. Alle Prädatoren, Greifvögel und Aasfresser könnten prinzipiell eine mechanische Vektorfunktion haben, wobei es keine Hinweise gibt, dass eine spezielle Art einen größeren Einfluss hat. Der Wolf nimmt keine Nahrungsvorräte über lange Distanzen mit, wie es der Mensch tut. Eine direkte Verschleppung ist somit unwahrscheinlich. Es gibt keine Hinweise, dass sich das Virus längerfristig über kontaminierte Zähne oder Haare übertragen lässt. Insbesondere Aasfressern kommt unter Umständen sogar eine positive Rolle bei der Beseitigung von Kadavern zu.
 

Die Schweinepest steht vor der Tür. Was muss jetzt getan werden?

Der Fokus muss auf Maßnahmen der Prävention liegen. Dazu gehört es, Wildschweine mit allen legalen Mitteln zu bejagen, vornehmlich junge Bachen. Ziel ist es, die Bestandsdichte und den Zuwachs weiter zu reduzieren. Ein weiterer Fokus muss auf der Biosicherheit liegen: Entlang von Transitstrecken sind verschlossene Abfallbehältnisse wichtig, damit Wildtiere infizierte Fleisch- und Wurstreste nicht verschleppen können. Ein dritter Fokus muss auf Früherkennung liegen: Verdächtige Wildschwein-Kadaver müssen vor Ort liegen bleiben und der zuständige Amtstierarzt muss umgehend informiert werden. Ein Abtransport des Kadavers ist wegen der Verschleppungsgefahr nur in einem dichten Behälter zulässig.
 

Wie stehen Jäger zum Wegfall von  Beschränkungen bei der Wildschweinjagd?

Eine Aufhebung von Schonzeiten sehen wir unkritisch. In der jetzigen Phase der Prävention ist allerdings der Elterntierschutz nicht verhandelbar: Eine Bache mit abhängigen Frischlingen darf nicht erlegt werden. Es macht Sinn, verstärkt junge weibliche Wildschweine zu bejagen. Die bis 2-jährigen Tiere tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei: 7 von 10 Frischlingen werden von jungen Bachen geboren.
 

Was fordern die Jäger, um besser jagen zu können?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die eine Bejagung von Wildschweinen erleichtern und dringend umgesetzt werden sollten:

  • Anlegen von Bejagungsschneisen im Frühjahr - in allen Feldkulturen, z.B. Raps, Mais, Weizen
  • Aufheben von Jagdverboten in Naturschutzgebieten, insbesondere in Schilfgebieten und Bruchwäldern. Dort halten sich Wildschweine bevorzugt auf.
  • Aufheben von Jagdruhezeiten
  • Aufwandsenschädigung für Monitoring und Beprobung (Trichinen, Blut- und Tupferproben) sowie ausreichend Probeabgabestellen
  • Unterstützung bei der Verkehrssicherung für Bewegungsjagden (weniger Bürokratie, Kostenübernhame und Personal)

Was ist von der angeblichen Forderung des Bauernverbandes zu halten, 70 Prozent der Wildschweine abzuschießen?

Die Forderung, den Bestand um 70 Prozent zu reduzieren, ist haltlos, weil keine Bezugsgröße genannt wird – weder räumlich noch zeitlich. Die Zahl beruht ausschließlich auf mathematischen Modellen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA für den Fall eines Ausbruchs der Schweinepest und hat nichts mit der praktischen Umsetzbarkeit zu tun. Bezugsgröße ist hier lediglich das klar umgrenzte Seuchengebiet. Maßnahmen wie Aushungern, Vergiften oder Schießen sind nur einige, die in Frage kommen, um dieses Ziel im Ernstfall möglichst zu erreichen (EFSA AHAW Panel, Scientific opinion on African swine fever. EFSA Journal 2015:13(7):4136, 92pp).

Welche Maßnahmen müssen bei einem ASP-Ausbruch eingeleitet werden?

Es gibt kein Allheilmittel gegen die Afrikanische Schweinepest. Ganz besonders wichtig ist die Früherkennung: Wenn ein Ausbruch umgehend gemeldet wird, können Maßnahmen eingeleitet werden, um die Verbreitung sofort zu unterbinden. Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut hat der DJV einen Maßnahmenkatalog nach dem Werkzeugkasten-Prinzip entwickelt: Je nach Jahreszeit, Topographie oder Vegetation müssen unterschiedlichste Maßnahmen kombiniert werden. Der Maßnahmenkatalog hat Empfehlungscharakter, die Krisenstäbe vor Ort müssen im Seuchenfall dann die besten Maßnahmen kombinieren. Am besten ist es, wenn die Verantwortlichen bereits jetzt mögliche Szenarien durchdenken.

Der ASP-Maßnahmenkatalog von FLI und DJV.

Wie stehen Sie zum Einsatz von Nachtzielgeräten oder Sauenfängen?

Der Einsatz von Nachtzielgeräten ist waffenrechtlich verboten. Ob mit deren Einsatz ein langfristiger Jagderfolg zu erreichen ist, bleibt fraglich. Der Einsatz von Sauenfängen ist unter Tierschutzaspekten und Effektivität kritisch zu hinterfragen. Abgesehen von wenigen Ausnahmeregelungen ist der Einsatz von Saufängen in Deutschland verboten.
 

Was sollten Jäger in Hinblick auf Jagdreisen beachten?

Jäger sollten Regionen, die von der ASP betroffen sind, unbedingt meiden. In Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien, im Baltikum, der Ukraine, Weißrussland sowie Russland gibt es regionale Seuchenherde. Jäger müssen auf Biosicherheit achten: Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge und Jagdausrüstung müssen gründlich gereinigt oder desinfiziert werden.

Quelle: DJV

Seniorentreffen im Lindenhof

Auf Einladung des Vorstandes trafen sich 16 Senioren im Beisein von Herbert Reichel, Heidi Gärtner und Bernd Hänel in der Lindenstube im Lindenhof.

Ein Vortrag über unsere heimischen Tagfalter von Frau Susanne Ziemer vom LPV zeigte die Vielfalt der Arten und informierte über die Lebensräume und Schutzmöglichkeiten für die Schmetterlinge.

Unsere älteren Mitglieder beschäftigen die folgenden Themen.

·        Welche Verantwortung haben die Mitglieder des Jagdverbandes für die Verbandsarbeit?
·        Prof. Mißbach interessierte die Arbeit des Präsidiums des Landesjagdverbandes!
·        Wer kann Ehrenmitglied im Jagdverband werden und wer macht Vorschläge?
·        Wer Grün wählt, wählt den Wolf. Der Wolf wird in seiner Wirkung unterschätzt!
·        Wo es in der Nähe von Wohnanlagen wilde Komposthaufen gibt, gibt es auch Waschbären!
·        Wie werden neue Mitglieder für den Verband geworben?
·        Wie erfolgt die Aus- und Weiterbildung der Jäger? 

Zur Jagdschule Weißeritzkreis informierte Rüdiger Patitz die Anwesenden mit der Bitte, besonders an den Jägernachwuchs aus den eigenen Reihen zu denken.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen schauten die über achtzigjährigen Jäger auf ein erfülltes Jägerleben zurück.
Es ist davon auszugehen, dass 2018 wieder ein solches Treffen organisiert wird.


Fachvortrag Frau Ziemer


interessierte Zuhörer


interessierte Zuhörer



Jahreshauptversammlung des Jagdverbands Weißeritzkreis e.V.

Am Freitag, 01. September fand die Jahreshauptversammlung des Jagdverbands Weißeritzkreis e.V. im Lindenhof in Ulberndorf statt.

Nach der Eröffnung der Versammlung (75 anwesenden Mitglieder) durch den Bläserchor Wilsdruffer Land und den WG Geißler, der die Versammlung moderierte und die Gäste begrüßte, übernahm Vorsitzender Bernd Hänel das Gedenken an die verstorbenen Weidgenossen, denen von den Bläsern das letzte Halali erbracht wurde.

Im Anschluß referierte Prof. Pfeffer aus Leipzig über das Projekt der Uni Leipzig zur intensiveren Erforschung des FSME-Virus in Sachsen, und erbat die Einsendung möglichst vieler Rehdecken über die Bürgerbüros und das Veterinäramt des LRA an sein Institut. Am Ende der Versammlung wurden "Forschungspacks" ausgegeben (Tüten, Verschlüsse, Beschriftungen) die eher zuwenig waren. Die Bereitschaft unserer Jägerschaft zur Mitarbeit an solchen Projekten ist erfreulicherweise vorhanden.

Den Fachvortrag von Prof. Pfeffer finden Sie hier:



Daraufhin berichtete Frau Hesse, Veterinärin beim LRA Sächsische Schweiz/Osterzgebirge über den aktuellen Stand der ASP und die Vorbereitungen bei einem Auftreten in Sachsen. Leider blieb unklar, wer die entsprechenden Desinfektionsmittel für Mensch und Fundplätze bezahlt und wie sie zur Jägerschaft gelangen; ebenso Säcke zwecks Kadaverentsorgung, Containerstellung etc. Diese Aussagen fehlen offensichtlich seitens der übergeordneten Behörden.





Hier Bilder zur Probennahme:


Hier einige Downloads und Bilder:

-wie entnehme ich die Probe korrekt

-Probenbegleitschein zum Runterladen und Ausfüllen

-Antrag auf die "Probenprämie" zum Runterladen und Ausfüllen



Antrag Prämie Tupferprobe Totfund
Schwarzwild Antrag IBAN-zum Ausfüllen.pdf (133.08KB)
Antrag Prämie Tupferprobe Totfund
Schwarzwild Antrag IBAN-zum Ausfüllen.pdf (133.08KB)


Probenbegleitschein Schwarzwild Tupfer Totfund
Schwarzwild Probenbegleitschein ab 2017_09-GHVS.doc (61KB)
Probenbegleitschein Schwarzwild Tupfer Totfund
Schwarzwild Probenbegleitschein ab 2017_09-GHVS.doc (61KB)



Mit dem neuen Erlass des SMS vom 18.09.2017-Monitoring KSP/ASP bei Wild- und Hausschweinen, gültig ab 19.09.2017 wurde offiziell die Bluttupfer für die Beprobung von Fall- und Unfallwild bekanntgegeben. Ich möchte Sie bitten, alle Jagdausübungsberechtigte mit diesen Bluttrockentupfer auszustatten und nähere Anweisung über die Durchführung der Beprobung zu unterrichten. Veterinärin Frau Hesse weist nochmals auf folgende Punkte hin:

1. Das passive Monitoring von Fall- und Unfallwild ist essentiell für das Frühwarnsystem bei der Überwachung der KSP und ASP beim Schwarzwild!!!

2. Der JAB ist verpflichtet gemäß Schweinepest- Monitoring-Verordnung diese Proben zu erbringen!

3. Die Wildschweine müssen – solange kein Verdacht auf eine ansteckende Krankheit vorliegt – nicht entsorgt werden.

4. Die Bluttupfer sind NUR beim Fall- oder Unfallwild anzuwenden.

5. Bei Beprobung des Fall- oder Unfallwild erhält der JAB 10,00€ Aufwandsentschädigung, sofern geeignetes Probenmaterial  erbracht worden ist.

6. Bei der Beprobung, unabhängig ob Blut-, Organ- oder Tupferprobe entnommen werden, sind hygienische Standardmaßnahmen durch den JAB einzuhalten, um eine Verschleppung von Krankheitskeimen durch den Jäger zu verhindern. 

Das Probenkontingent für gesund erlegte Wildschweine ist erfüllt. Ob und in welcher Höhe Gelder für weitere Aufwandsentschädigungen für Proben von gesund erlegten Wildschweinen bereitgestellt werden, wird je nach Probenaufkommen und Haushaltslage durch das SMS  am Jahresende entschieden werden.

Bitte Frau Hesse kontaktieren christin.hesse@landratsamt-pirna.de oder 03501 515-2432 um das erforderliche Material zu erhalten.

 

LJV-Präsidiumsmitglied Gordon Knabe berichtet über die Arbeit im LJV-Präsidium, seine Worte fanden große Zustimmung.

Nächster TOP war der Rechenschaftsbericht des Vorstandes durch Vorsitzenden Bernd Hänel, der letztlich nochmals anmahnte, die Kreisjägerschaft möge sich Gedanken machen, wer die 4 "alten" Vorstandsmitglieder in 2018 ersetzen will, die für diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr zur Verfügung stehen werden.

Es folgte der Bericht der Finanzmeisterin Undine Bourgeois, an welchem kein Diskussions- oder Handlungsbedarf ersichtlich war. Die Versammlung entlastete anschließend den Vorstand. Der Betragserhöhung zum Jagdverband um 5 Euro ab dem Jahr 2018 aufgrund einer Beitrags-Anteilserhöhung des Deutschen Jagdverbandes e.V., wurde mit Mehrheit zugestimmt. Weidgenosse Carsten Geißler, einer der fünf sächsischen Delegierten zum Bundesjägertag 2017 in Warnemünde, stellte im Anschluß die wesentlichen dort erörterten und vertieften Punkte dar, seinen Vortrag finden Sie hier.

Die wesentlichen Themen mit den zugehörigen Downloads, bitte jeweils zum Download anklicken:

1.)Fellwechsel GmbH und Fellwechsel Abgabeformular

2.)WILD Wildmonitoring der Länder Deutschlands Jahresbericht 2015

3.)Wild-auf-Wild mit Verkaufsbroschüre, DJV-Preisliste W-a-W, Rezeptbroschüre Barbeque W-a-W

4.)Tierfundkataster Broschüre

Er stellte aber nicht nur die Ergebnisse des BJT zum Positionspapier Jagd des DJV, zu WILD -Wildmonitoring der Länder-, zu Fellwechsel GmbH, zum Projekt Wild-auf-Wild und zum Tierfundkataster (App TFK_DE) dar, sondern schlug über die auch auf dem BJT angemahnten Forderung nach ständiger Aus- und Fortbildung der Jäger einen Bogen zur Jagdschule Weißeritzkreis, die hervorragende einzelne Bausteine zur Weiterbildung auch für gestandene Jäger bietet.


Autor + Fotos: Carsten Geißler


Jäger verabschieden Grundsatzposition Jagd auf BJT 2017

Download "Grundsatzposition Jagd"

Download "Projekt WILD Beschluss"

Download "Projekt Fellwechsel Beschluss"



Jäger sind moderner als ihr Ruf

DJV stellt erstmals Daten zum Waidwerk in Deutschland vor

(Berlin/Wolfsburg, 10. Juni 2016) Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat erstmals in einer repräsentativen Befragung soziodemographische Daten zu Jagd und Jägern erhoben: Demnach ist der Durchschnittsjäger in Deutschland 57 Jahre alt und ist in drei von vier Fällen verheiratet. Die Durchschnittsjägerin ist 51 Jahre alt und in einem von zwei Fällen verheiratet. Derzeit gibt es bundesweit im Schnitt 7 Prozent Jägerinnen. Doch in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung sitzen heute bereits 20 Prozent Frauen.


Querschnitt der Bevölkerung

Jägerinnen und Jäger kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Etwa 6 Prozent der Jäger sind Schüler, Studenten oder Auszubildende (Gesamtbevölkerung in Deutschland: 6 Prozent), 37 Prozent sind nicht oder nicht mehr berufstätig (42 Prozent) und 57 Prozent sind berufstätig in Voll- oder Teilzeit (52 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei der Berufsverteilung: 23 Prozent (Gesamtbevölkerung: 32 Prozent) sind Angestellte oder Beamte, 13 Prozent (12 Prozent) leitende Angestellte oder Beamte im höheren Dienst, 10 Prozent  (3 Prozent) sind selbständig, 6 Prozent (1 Prozent) in der Land- und Forstwirtschaft tätig und 5 Prozent (4 Prozent) sind Freiberufler.


Familiäre Werte und Eigenverantwortung

Wer zur Jagd geht, lebt traditionelle Werte: 90 Prozent der Jägerinnen und Jäger geben an, in einem Mehrpersonenhaushalt zu wohnen. Im Bundesschnitt sind es nur 59 Prozent. Drei Viertel aller Jäger sind verheiratet (Gesamtbevölkerung: 55 Prozent) und nur etwa 16 Prozent Single (28 Prozent). Jäger tragen Verantwortung für die Gesellschaft: 41 Prozent aller Waidmänner engagieren sich ehrenamtlich, davon anteilig mehr Frauen, die etwa vermehrt Umweltbildungsprogramme oder Naturschutzprojekte umsetzen. Im Vergleich die Gesamtbevölkerung: Hier sind nur 9 Prozent ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz engagiert.


Ansprechpartner mit Expertise vor Ort

Etwa eine Arbeitswoche pro Monat verbringen die Jäger in ihren Revieren in Wald und Feld. Sei es für Revierarbeiten, wie Biotoppflege und Hochsitzbau oder zur Beobachtung von Wildtieren und zur Jagd. Das macht den Jäger zu einem präsenten Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Wild, Jagd und Natur geht.

Auf dem Stand der Technik

Jägerinnen und Jäger sind von gestern? Von wegen! 83 Prozent aller Jäger nutzen das Internet (Gesamtbevölkerung: 80 Prozent ), 82 Prozent haben ein E-Mail-Konto (62 Prozent in der Gesamtbevölkerung) und ein Drittel ist in den sozialen Medien aktiv (27 Prozent in der Gesamtbevölkerung).

Wert der Jagd

Jagd in Deutschland ist die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie dient der Prävention von Wildschäden oder Tierseuchen und hilft dem Artenschutz. Die DJV-Mitgliederbefragung zeigt zudem: Die Jagd ist ein Wirtschaftsfaktor.  Rund 1.570 Euro kostet die Pacht einer Jagd im Schnitt pro Jahr. Etwa 910 Euro pro Jahr geben Jäger für ihren mobilen Untersatz aus, 520 Euro für Reviereinrichtungen, 390 Euro für Handwerkszeug, wie Messer und Waffen, 280 Euro für Jagdbekleidung sowie 270 Euro für Wildschaden. Sonstige Ausgaben, wie etwa Tierarztkosten für den Hund, liegen etwa bei 180 Euro pro Jahr.

Hinzu kommen jährlich rund 220 Euro aus eigener Tasche für Biotoppflege oder Artenschutzmaßnahmen im Revier. Hochgerechnet auf die rund 375.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland, entspricht dies einer Investition von etwa 82,5 Millionen Euro pro Jahr für Naturschutz. Im Schnitt kommt jeder Jäger insgesamt auf Ausgaben von 4.340 Euro pro Jahr. Mit Investitionen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro jährlich kurbeln die Jägerinnen und Jäger die deutsche Wirtschaft an.


Keine Jagd ohne Hund

Der Leitspruch "Jagd ohne Hund ist Schund" wird unter Jägern beherzt: In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein Jagdhund vorhanden. Im Bundesschnitt besitzen nur etwa 11 Prozent aller Haushalte einen Hund. Dabei sind Vorstehhunde, wie etwa Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Jägerhaushalt kommt ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund vor. Dicht gefolgt von Teckeln (12 Prozent), Apportierhunden (10 Prozent) und Terriern (8 Prozent).


Verantwortung für's Wild

87 Prozent aller Jäger nutzt den Schießstand mindestens ein Mal pro Jahr, um zu trainieren. Nahezu die Hälfte aller Jäger geht jährlich sogar 3 Mal und mehr auf den Stand.

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Quellen:

Vergleichszahlen aus unterschiedlichen Quellenangaben:

Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahre: DeStatis (Alter, Geschlecht, Haushalt), GMS-Politikbus (Berufstätigkeit)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: Deutsches Freiwilligensurvey (2014)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 (Kommunikationverhalten)Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland: Statista 2016: Haustierbesitzer in Deutschland nach Anzahl von Hunden im Haushalt von 2010 bis 2015

Quelle: DJV



 

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